Direkt zu den Inhalten springen

SoVD ist Kooperationspartner im neuen Sozialkompetenzzentrum in Bad Hersfeld

Der SoVD Hessen bietet jetzt auch in Bad Hersfeld Sozialberatung an

Ein Sozialkompetenzzentrum ist jetzt in Bad Hersfeld am 15. März neu eröffnet worden. Drei Organisationen bieten dort Beratung, Begleitung und Hilfe für ältere und behinderte Menschen und Ratsuchende in allen sozialen Angelegenheiten an. 

Sitz ist die Uffhäuser Straße 8. Die drei Organisationen sind der Sozialverband Deutschland (SoVD), die „Weißen Elfen“ und die Pflegegeldhilfe Comitor

„Wir wollen älteren und behinderten Menschen behilflich sein, so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrem Zuhause zu führen“, erklärt Angelika Stolle. Sie ist gemeinsam mit Eddy Utesch Geschäftsführerin des Sozialkompetenzzentrums.

Für die Beratung ist zunächst einmal der Sozialverband Deutschland zuständig, so der SoVD Landesvorsitzende Rudolf Schulz. Der Bedarf an sozialer Unterstützung ist da. Dies hat die Resonanz auf dem letztjährigen „Hessentag“ in Bad Hersfeld gezeigt. Ab sofort findet einmal in der Woche nach vorheriger Terminvereinbarung eine Sozialberatung statt. Bei Widerspruchs- und Klageverfahren vor den Sozialgerichten übernimmt ein SoVD-Sozialjurist die Vertretung.

Bisher gibt es noch keinen SoVD Ortsverband Bad Hersfeld, doch dieser soll am 14. März gegründet werden. Die Gründungsversammlung beginnt um 14.30 Uhr im Stadthotel in Bad Hersfeld. „Interessenten und zukünftige Mitglieder sind willkommen“, betonen die Verantwortlichen.

Die „Weißen Elfen“ bieten vielfältige Hilfeleistungen an. „Wir kaufen ein, kochen, putzen, betreuen in jeder Form, gehen spazieren, begleiten zum Arzt oder zur Behörde – alles, was dem Pflegebedürftigen und den Angehörigen hilft“, sagt Angelika Stolle. Die „Weißen Elfen“ sind jedoch kein Pflegedienst, betont sie. Das gemeinnützige Unternehmen arbeitet mit ehrenamtlichen Helfern und angestellten Mitarbeitern und bietet vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten, je nach Wunsch und Bedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von ein paar Stunden im Minijob bis hin zur sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung sei alles denkbar, erläutert Angelika Stolle, die sich auch um die Koordination der Elfen kümmert.

Der Bedarf für Hilfeleistungen aller Art ist groß, davon sind Angelika Stolle und Eddy Utesch überzeugt. Utesch ist als Pflegesachverständiger für die Comitor-Pflegegeldhilfe tätig und unterstützt Menschen dabei, eine ihren Bedürfnissen angemessene Pflegestufe und andere Hilfsleistungen zu bekommen. Seit 20 Jahren betreut und begleitet er Privatpersonen von der Antragstellung bis zur Zahlung des Pflegegeldes, legt wenn nötig Widerspruch gegen die Einstufung in einen Pflegegrad ein und wirbt mit einer 100-prozentigen Erfolgsquote.

Zur Finanzierung der Hilfeleistungen können Pflegebedürftige beziehungsweise deren Angehörige die 125 Euro in Anspruch nehmen, die von der Pflegekasse für ebendiese Dienste zur Verfügung gestellt werden. „Viele Betroffene haben dieses Geld noch nie abgerufen, weil es zu wenige Angebote gibt. Das Geld ist aber nicht verloren gegangen, sondern summiert sich“, erläutert Angelika Stolle.

Die Mitarbeiter des Sozialkompetenzzentrums helfen auch gerne dabei, eine Verhinderungs- oder Entlastungspflege zu organisieren, damit Angehörige auch einmal in Urlaub fahren können, sagt Utesch.

Ebenso wie Angelika Stolle und Rudolf Schulz betont er, dass das Sozialkompetenzzentrum keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten sein, sondern diese ergänzen will.

Die Kontaktdaten finden Sie hier.